Read Hayek für jedermann: Die Kräfte der spontanen Ordnung (Ökonomen für Jedermann) by Karen Ilse Horn Online

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Die modernen Theorien eines Nobelpreistr gers Friedrich August von Hayek 1899 1992 ist als konom und Sozialphilosoph eine Ausnahmegestalt in der Wirtschaftswissenschaft Nicht erst seit der Finanzkrise genie en die Arbeiten des Nobelpreistr gers von 1974, die von der Konjunkturtheorie bis zur Theorie der kulturellen Evolution reichen, wieder starkes Interesse Hayeks weitgef chertes Forschungsprogramm, das sich um das Entstehen von Ordnung dreht und normativ die Freiheit an die Spitze der Werteskala setzt, ist zu jeder Zeit so wichtig wie spannend Der vierte Band aus der Reihe konomen f r jedermann berichtet von Hayeks Jugend, Kriegseinsatz und Studium im Wien der Donaumonarchie, von seiner wissenschaftlichen Karriere und den Haupteinfl ssen auf sein Denken, von den gro en Stationen seiner Laufbahn in London, Chicago, Freiburg und Salzburg, von seinen wichtigsten theoretischen Leistungen und Werken sowie von der Wirkung seiner Arbeit auf die Wissenschaft und die Politik Karen Horn bringt uns leicht verst ndlich das Werk eines Mannes n her, der den vermeintlichen Widerspruch von Freiheit und Ordnung einer Gesellschaft aufhebt....

Title : Hayek für jedermann: Die Kräfte der spontanen Ordnung (Ökonomen für Jedermann)
Author :
Rating :
ISBN : 3899813022
ISBN13 : 978-3899813029
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Frankfurter Allgemeine Buch Auflage 1 30 April 2013
Number of Pages : 204 Pages
File Size : 780 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Hayek für jedermann: Die Kräfte der spontanen Ordnung (Ökonomen für Jedermann) Reviews

  • Dr. M.
    2019-04-11 02:08

    An Hajek scheiden sich die Geister. Das ist kein Wunder, denn er hat sich mit den Sozialisten dieser Welt nicht nur einmal angelegt. Besonders seit er mit seinem eher populärwissenschaftlichem Buch "Der Weg in die Knechtschaft" gezeigt hat, wohin jegliche Spielart von Sozialismus am Ende führen wird, bekam er auch in der wissenschaftlichen Welt Probleme. Das hat ihn allerdings nicht davon abgehalten seine brillanten Ideen weiter zu entwickeln. Immerhin ist er ganz nebenbei auch noch ein Nobelpreisträger.Dieses kleine Büchlein liefert nun eine sehr gute Einführung in Hajeks Werk, mit der auch beiläufig seine Lebensgeschichte erzählt wird. Wenn von der Österreichischen Schule der Nationalökonomie die Rede ist, fällt meistens auch Hajeks Name. Allerdings gehen Hajeks wissenschaftliche Bestrebungen und Erkenntnisse weit über diese ökonomische Schule hinaus. Man hat Hajek einmal spöttisch vorgeworfen, dass er wohl zu wenig von Mathematik verstehen würde, um ein "richtiger" Ökonom zu werden. Schließlich hätte er davon abgeraten mit ökonomischen Aggregaten herumzurechnen. Nichts ist lächerlicher als ein solcher völlig misslungener Versuch der Diskreditierung. Das genaue Gegenteil ist nämlich wahr, wenngleich diese Erkenntnis sich offensichtlich schwer vermitteln lässt. Denn die Leute, die Hajek so etwas vorwerfen, zeigen dabei ohne es zu merken, dass sie überhaupt keine Ahnung von Mathematik besitzen.Warum ist das so? Nun, die meisten komplexen Systeme in der Natur und der Gesellschaft besitzen Rückkopplungseffekte. Das bedeutet, sie reagieren auf Entwicklungen aus der Vergangenheit und verarbeiten diese Information. Bis auf die menschliche Gesellschaft leben all diese Systeme in Selbstorganisation. Und sie leben damit sehr gut. Nur der Mensch greift ständig ins Geschehen ein, weil er glaubt er würde die Dinge tatsächlich verstehen. Hajek nennt das "die Anmaßung von Wissen". Mathematiker wissen nun, dass solche Systeme nur mit nichtlinearen Modellen beschrieben werden können. Was aber in der sogenannten modernen Ökonomie benutzt wird, sind lineare Modelle. Diese können niemals die Wirklichkeit beschreiben. Der Höhepunkt solcher Irrlehren ist die "Theorie der effizienten Märkte", die ganz wesentlich zur letzten Finanzkrise beigetragen hat, weil auf ihr die Vorstellung beruht, man könne jedes Risiko absichern. Selbst nach ihrem Offenbarungseid hat sich an der Rolle dieser abwegigen Irrlehre leider nichts geändert.Hajek hingegen hat immer die Selbstorganisation (die "spontane Ordnung") in den Mittelpunkt seiner Überlegungen gestellt. Er war damit seiner Zeit so weit voraus, dass die Mainstream-Ökonomen den wirklichen Inhalt seiner Lehre bis heute nicht begriffen haben. Linke Ideologen glauben sogar, dass seine Lehren für die Krisen der letzten Zeit mitverantwortlich sind, weil er angeblich unregulierte Märkte propagiert hätte. Nichts ist unsinniger als dies. Die tatsächlich unregulierten "Finanzmärkte" sind vielmehr ein Ergebnis eines Kniefalls der in der Überschuldungsfalle sitzenden politischen Eliten vor der Banken- und Finanzlobby. In wirklichen Märkten gäbe es nämlich keine Banken, die zum Sterben zu groß sind. Dort würde das Prinzip der Verantwortlichkeit für das eigene Handeln gelten.Hajek ist jedoch viel mehr als nur ein Ökonom der Österreichischen Schule. Seine gesellschaftsphilosopischen Beiträge sind überragend und haben eine erleuchtende Wirkung, wenn man sich ihnen unvoreingenommen nähert. Beispielsweise befasste Hajek sich mit dem Weg von Informationen innerhalb der Gesellschaft und erkannte dabei die dominierende Rolle des Preises. Darüber hinaus stellte er sich auch den Fragen, worin der Unterschied zwischen einer Kleingruppengesellschaft, etwa einer Sippe oder einer abgeschotteten Dorfgemeinschaft und den heutigen Großgesellschaften besteht und ob man in diesen unterschiedlichen Strukturen tatsächlich die gleichen Moralvorstellungen implizieren kann, was in der Tat von den meisten Menschen gemacht wird.Das sind nur einige der Komplexe, mit denen sich Hajek in seinen Werken beschäftigt hat. Wer sich für solche Fragen tatsächlich interessiert, findet schon in diesem kleinen Buch viele von Hajeks Antworten in Kurzform. Noch mehr lohnt es sich natürlich die Originalarbeiten anzusehen. Mit diesem Buch besitzt man dafür einen sehr guten Wegweiser.

  • Milchbar9
    2019-03-24 23:00

    Es ist nicht nur eine sehr lesenswerte Kurzbiografie Hayeks, sondern liefert eine vertiefend vergleichende Sichtweise, wie man Volkswirtschaften analysieren und steuern müsste. Die Wirkungen Hayeks insb. im Vergleich zu Keynes als einem Gegenspieler werden sehr gut aufgefächert und z.B. auf die Finanzkrise 2008 projiziert.Alleine weil er den Menschen nicht überfordert und weiß, dass jedem Individuum negative (Gier) und positive Eigenschaften (Hilfsbereitschaft z.B.) innewohnen, weiß Hayek, dass sich kein vernünftiger Mensch ein Wirtschaftssystem vorstellen kann, in dem der Staat ganz untätig ist. Ein rechtlicher Rahmen muss immer präsent sein, in dem der Einzelne größtmögliche Freiheit und Sicherheit, eine immerwährende Balance-Aufgabe, genießen kann. Wirtschaften, Planung und Erfolge sind nur in diesem Rahmen möglich.Die beiden wirtschaftlichen Pole, die zur Erfüllung streben, sind immer a) völlig unkontrolliertes unternehmerisches Handeln in freiester, ungehemmter Konkurrenz auf der einen und b) die völlige Planwirtschaft im Sozialismus (Ausschaltung des Wettbewerbs reine Bedürfnisbefriedigung) auf der anderen Seite. Problem heute ist, dass wir eine Vielzahl an Mischformen vorhanden sind, die im Grunde aber immer auf die Basis der von Hayek niedergelegten Unterscheidungen zurückgeht. Es gibt heute im Kapitalismus oligopolistische Planwirtschaft durch Konzerne und im Sozialismus gibt es gelenkten Kapitalismus wie in China.Eine Unterscheidung ist ganz wesentlich. Hitler sagte 1941: "Nationalsozialismus und Marxismus sind im Grunde dasselbe." (The Bulletin of int. News, GB, hrsg. vom Royal Inst. of intern. Affairs, Bd. XVIII, Nr. 5, S. 269; Zitat im Buch: S. 52) Jeder, der etwas nachdenkt, erkennt die absoluten Gleichklänge dieser Ideologien, gerichtet gegen die Freiheit des Individuums und die Herrschaft einer Klasse implizierend (bei Hitler die A***r, bei den Marxisten die Arbeiterklasse). Heute scharen sich die Mehrheit der Deutschen freiwillig gegen Menschen, die Freiheit und Individualität schätzen, Herkunft und Bürgersinn, Heimat und Werte.Ein guter Ausgleich wäre, wenn heute Sozialisten und moralüberlegene Bessermenschen in allen Parteien Hayek zur Kenntnis nehmen und ihre Definitionsfähigkeit wieder auf Vorderfrau bringen würden. Planung eines Staates darf sich niemals auf das Ersticken von Wettbewerb richten, sondern sollte immer einem besseren, fairen Funktionieren desselben dienen. Sozialisten machen einen großen Fehler, wenn sie diese Lenkungsfunktion einseitig zur Lähmung freier Kreativität nutzen. Tatsächlich sind sie alle heute im Würgegriff der globalisierten Super-Monopolisten, den GAFA: Google, Apple, Facebook, Amazon.Heute reden Sozialisten in hehren Worten und religiösen Zielen einem totalen Gleichklang aller Kulturen das Wort und lassen Monopolisten nach eigenem Gusto agieren, sie sind jene Superkapitalisten ohne Sinn und Verstand, die Hayek angemahnt hätte, die von ihm proklamierte Freiheit zu achten: „Dieser Zustand, in dem ein Mensch nicht dem willkürlichen Zwang durch den Willen eines anderen unterworfen ist.“